Geschichte

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Geschichte

Seit 1927

100 Jahre Zusammenhalt -
Gemeinsam stark -
Herkunft und Wurzeln -
Wir blicken mit Stolz zurück

Verstehen, was verbindet.

Die Geschichte der VLI nimmt 1927 in Essen ihren Anfang. In einer Phase grundlegender wirtschaftlicher Umbrüche zeigte sich, wie eng Landwirtschaft, Industrie und gesellschaftliche Versorgung miteinander verflochten sind.

Wer den Herausforderungen jener Jahre begegnen wollte, musste beide Seiten kennen: die praktische Realität auf den Höfen ebenso wie die Potenziale von Technik, Handel und Industrie.

Aus dieser Erkenntnis entstand der Gedanke, Entscheidungsträger zusammenzubringen, die Verantwortung übernehmen, Wissen teilen und über den eigenen Fachbereich hinausdenken. Dieser Grundsatz prägt die VLI bis heute. Die Themen wandeln sich, die Haltung bleibt bestehen.

Tilo Freiherr von Wilmowsky
Dr. Ernst Brandes
Dr. Andreas Hermes

Prägende Persönlichkeiten

Tilo Freiherr von Wilmowsky
Gründungsvater, Wiedergründer und erster Vorsitzender der VLI. Er verstand sich als Brückenbauer zwischen Technik und Landwirtschaft.


Dr. Ernst Brandes

Als Präsident der Preußischen Hauptlandwirtschaftskammer brachte er 1927 die landwirtschaftliche Seite an den Tisch. Mit ihm wurde Austausch zu einer Institution.


Graf Baudissin

Als Direktor der Landwirtschaftskammer gehörte er zu den Wegbereitern der ersten Stunde. Er stand für den praktischen Blick auf Markt, Versorgung und Zusammenarbeit.


Dr. Andreas Hermes

Ohne sein Engagement wäre die Neugründung 1951 kaum denkbar gewesen. Er verband agrarpolitische Erfahrung mit dem Willen zum neuen Miteinander.


Dr. Arne Brockhoff

Er führte die VLI von 2001 bis 2012 durch eine Phase der Erneuerung. Unter ihm gewann der Verein wieder Profil, Sichtbarkeit und neue Struktur.

Unsere Geschichte

In fünf Etappen zusammengefasst.

Was 1927 als praktische Antwort auf drängende Fragen begann, ist heute ein etabliertes Netzwerk, das die deutsche Agrarwirtschaft seit fast hundert Jahren begleitet. Die prägenden Abschnitte im Überblick:

Etappe 1: Der Anfang (1927)

In Essen gründen Tilo Freiherr von Wilmowsky von der Krupp AG, der Kammerpräsident Dr. Ernst Brandes und Graf Baudissin eine Verbindungsstelle zwischen Landwirtschaft und Industrie. Im Ruhrgebiet geht es zunächst um das Praktische, um die Versorgung der Menschen mit Nahrung, um die Technisierung der Höfe und um Strom für die Dörfer.

Etappe 2: Verbot und Widerstand der Idee (1933)

Trotz ihrer politischen Neutralität wird die Verbindungsstelle im Dritten Reich verboten. Die Idee einer freien Verständigung zwischen Landwirtschaft und Industrie passt nicht in die Zeit.

Etappe 3: Die Wiedergründung (1951)

Nach dem Krieg kehrt die Verbindungsstelle an ihren Ursprung nach Essen zurück. Maßgeblich treibt Andreas Hermes die Neugründung voran, früherer Reichslandwirtschaftsminister und Präsident des Bauernverbandes. Mit ihm kehrt auch Gründervater von Wilmowsky zurück, begleitet von führenden Köpfen aus Industrie und Bergbau.

Etappe 4: Tradition mit Verantwortung (2000er Jahre)

Nach dem Wiederaufbau wächst die VLI über Jahrzehnte zu einem Netzwerk, das den Austausch zwischen Landwirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Politik lebendig hält. Aus der ursprünglichen Verbindungsstelle wird ein Kreis von Gestaltern, die Erfahrung weitergeben und den Wandel der Branche aufmerksam begleiten.

Diese Haltung prägt auch das Profil der jüngeren Vereinsgeschichte: Mit dem Tilo Freiherr von Wilmowsky-Preis würdigt die VLI seit 2012 Persönlichkeiten, die sich um das deutsche Agribusiness verdient gemacht haben. Über das Agribusiness-Stipendium fördert sie zugleich gezielt den Nachwuchs.

Etappe 5: Der Blick nach vorn (heute)

Fast ein Jahrhundert nach der Gründung steht die VLI für ihr klares Fundament: engagierte Menschen zu verbinden und die Zukunftsfragen der Branche voranzudenken. Zum Jubiläum 2027 richtet sie den Blick nach vorn. Die Aufgabenstellungen wachsen, die Verantwortung steigt. Es bleibt die Überzeugung: Tragfähige Lösungen entstehen dort, wo fundierte Erfahrung, Offenheit und neue Perspektiven aufeinandertreffen.